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Stahlstandort Duisburg: 120 Millionen Euro für neue Wärmebehandlung

Ein Duisburger Stahlverarbeiter baut seine Wärmebehandlung um und rechnet mit niedrigerem Gasverbrauch. Regionale Anlagenbauer profitieren von den Vergaben.

Porträt von Jörg Timmermann, Redakteur für Handwerk und Industrie

Von Jörg Timmermann

Redakteur Handwerk und Industrie

· 4 Min. Lesezeit

Glühender Stahlblock auf einer Rollenbahn in einem Walzwerk
Wärmebehandlung im Walzwerk: der Gasverbrauch bestimmt die Marge. Foto: NRW Gewerbe-Zeitung

Am Duisburger Standort beginnt im Oktober der Umbau einer Wärmebehandlungslinie. Das Unternehmen nennt ein Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre. Ziel ist eine gleichmäßigere Temperaturführung, die Ausschuss senkt und den Gasverbrauch je Tonne verringert.

Für Zulieferer aus der Region ist vor allem die Vergabestruktur interessant. Stahlbau, Rohrleitungsbau, Elektroinstallation und Mess- und Regeltechnik werden getrennt ausgeschrieben. Betriebe mit qualifizierter Schweißaufsicht und lückenlosen Materialnachweisen haben dabei die besten Chancen, weil Stillstandszeiten knapp geplant sind.

Was Zulieferer jetzt vorbereiten sollten

  • Nachweise zur Schweißaufsicht und gültige Verfahrensprüfungen bereithalten
  • Referenzen für Arbeiten im laufenden Betrieb mit Angabe der Stillstandsfenster
  • Kapazitäten für Nachtschichten und Wochenendeinsätze verbindlich klären

Die Instandhaltung bleibt während der Umbauphase am Netz. Wer Aufträge übernimmt, muss deshalb mit kurzen Freigabefenstern arbeiten und Material vorkommissionieren. Betriebe, die das erste Mal in einem Stahlwerk arbeiten, unterschätzen nach Erfahrung mehrerer Betriebsleiter den Zeitbedarf für Sicherheitsunterweisungen und Befahrerlaubnisse.

Ort der Recherche
Duisburg
Veröffentlicht
12. September 2026

Über den Autor

Porträt von Jörg Timmermann, Redakteur für Handwerk und Industrie

Jörg Timmermann

Redakteur Handwerk und Industrie

Jörg Timmermann hat Industriemechaniker gelernt und zehn Jahre in der Instandhaltung eines Duisburger Walzwerks gearbeitet, bevor er 2011 in den Journalismus wechselte. Diese Praxis prägt seine Berichterstattung: Er beschreibt Fertigungsprozesse so, dass Meister und Betriebsleiter die Angaben nachrechnen können.

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