Metallbau
Schlosserei aus Bochum fertigt für öffentliche Stahlbauvergaben
Tragende Bauteile für öffentliche Projekte zu fertigen, scheitert selten an der Schweißtechnik. Der Bochumer Betrieb hat elf Monate in Nachweise und Rückverfolgbarkeit investiert.
Elf Monate hat der Betrieb für die Umstellung gebraucht. Der größte Aufwand lag nicht in der Schweißtechnik, sondern in der Dokumentation: Materialnachweise, Rückverfolgbarkeit der Chargen, Prüfprotokolle und die Qualifikation der Schweißaufsicht müssen lückenlos vorliegen.
Was der Schritt bringt
- Zugang zu Vergaben für tragende Bauteile, die vorher ausgeschlossen waren
- höhere Stundenverrechnungssätze bei nachweispflichtigen Arbeiten
- verbindliche Rückverfolgbarkeit, die Reklamationen schneller klärt
Der Inhaber rät Betrieben, den Schritt nur anzugehen, wenn konkrete Aufträge in Aussicht stehen. Der laufende Aufwand für Dokumentation und Schulungen fällt unabhängig davon an, wie viel nachweispflichtige Arbeit im Jahr zusammenkommt.
- Region
- Ruhrgebiet
- Ort der Recherche
- Bochum
- Veröffentlicht
- 05. September 2026
Über den Autor

Jörg Timmermann
Redakteur Handwerk und Industrie
Jörg Timmermann hat Industriemechaniker gelernt und zehn Jahre in der Instandhaltung eines Duisburger Walzwerks gearbeitet, bevor er 2011 in den Journalismus wechselte. Diese Praxis prägt seine Berichterstattung: Er beschreibt Fertigungsprozesse so, dass Meister und Betriebsleiter die Angaben nachrechnen können.
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