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Herbstprognose: Institute erwarten 1,3 Prozent Wachstum, NRW zieht mit

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für 2026 auf 1,3 Prozent verdoppelt. Das RWI in Essen sieht Nordrhein-Westfalen auf einem ähnlichen Pfad wie den Bund.

Porträt von Jörg Timmermann, Redakteur für Handwerk und Industrie

Von Jörg Timmermann

Redakteur Handwerk und Industrie

· 4 Min. Lesezeit

Glühender Stahlblock auf einer Rollenbahn in einem Walzwerk
Die Industrie trägt den Aufschwung im ersten Halbjahr. Foto: NRW Gewerbe-Zeitung

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben am 24. September ihre Herbstprognose vorgelegt. Für das laufende Jahr erwarten sie ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent. Im Frühjahr lag der Wert noch bei der Hälfte.

Als Grund nennen die Forscher die Industrie. In den ersten sechs Monaten wurde mehr produziert, und die Exporte stiegen stärker als erwartet. Torsten Schmidt vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen sagte dem WDR, in Nordrhein-Westfalen sei die Entwicklung ähnlich positiv verlaufen wie auf Bundesebene.

Was das für Betriebe im Land bedeutet

Profitieren dürften zunächst Zulieferer der Elektroindustrie, deren Komponenten im Umfeld von Rechenzentren gefragt sind, sowie Teile der Chemie. Für Handwerk und Bau wirkt eine bessere Industriekonjunktur zeitversetzt über Investitionen in Hallen, Technik und Instandhaltung.

  • Auftragsbücher jetzt auf Anfragen aus der Industrie prüfen
  • Preise für Material und Energie in Angeboten nicht zu lange binden
  • Personalplanung für das Frühjahr 2027 früh beginnen

Die Prognose bleibt mit Risiken behaftet. Die Institute verweisen auf die unsichere Lage im Welthandel und auf die Energiepreise.

Ort der Recherche
Essen
Veröffentlicht
25. September 2026

Quellen und Belege

  • WDR: Wachstumsprognose: Aufschwung auch in NRW, 24.09.2026

Über den Autor

Porträt von Jörg Timmermann, Redakteur für Handwerk und Industrie

Jörg Timmermann

Redakteur Handwerk und Industrie

Jörg Timmermann hat Industriemechaniker gelernt und zehn Jahre in der Instandhaltung eines Duisburger Walzwerks gearbeitet, bevor er 2011 in den Journalismus wechselte. Diese Praxis prägt seine Berichterstattung: Er beschreibt Fertigungsprozesse so, dass Meister und Betriebsleiter die Angaben nachrechnen können.

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