Konjunktur
Auftragsbücher im NRW-Handwerk: Bau hält, Ausbau schwächelt
Die Auftragsbestände liegen im Bauhauptgewerbe stabil, im Ausbau gehen sie zurück. Betriebe reagieren mit kürzeren Angebotsfristen.
Die Auftragsbestände im Bauhauptgewerbe bleiben nach Angaben mehrerer Kammern stabil, gestützt von Sanierung und Infrastruktur. Im Ausbau melden Betriebe dagegen kürzere Vorlaufzeiten. Wer im Frühjahr noch drei Monate Vorlauf hatte, plant jetzt teilweise wochenweise.
Reagiert wird vor allem über die Angebotsgestaltung. Preisbindungen von drei Monaten sind kaum noch üblich, viele Betriebe binden ihre Angebote vier bis sechs Wochen und nehmen Materialpreisklauseln auf. Wichtig ist, diese Klauseln klar zu formulieren, damit sie im Streitfall Bestand haben.
Für die Personalplanung empfehlen Betriebsberater, Kapazitäten nicht sofort abzubauen. Wer eingearbeitete Fachkräfte entlässt, findet sie bei anziehender Nachfrage nicht zurück. Kurzfristig hilft es, Wartungs- und Serviceverträge auszubauen, weil sie Grundlast erzeugen.
- Region
- Ruhrgebiet
- Ort der Recherche
- Essen
- Veröffentlicht
- 17. April 2026
Über den Autor

Katrin Wieland
Chefredakteurin, Wirtschaft und Konjunktur
Katrin Wieland leitet die Redaktion der NRW Gewerbe-Zeitung seit dem Start im Jahr 2019. Zuvor arbeitete sie 14 Jahre als Wirtschaftsredakteurin für Regionaltitel in Essen und Düsseldorf und berichtete dort über Strukturwandel, Mittelstandsfinanzierung und Tarifrunden.
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